Zu den an dem Honig getesteten Bakterien zählen auch sogenannte Superbugs, Bakterien also, die selbst gegen Antibiotika resistent sind und besonders in Krankenhäusern jedes Jahr eine unbekannt hohe Anzahl von Patienten töten. Äußerlich angewendet wirkt der Honig besonders bei Hautinfektionen, Biss- und Schnittwunden.
Die Entdeckung des Teams um Dee Carter von der School of Molecular and Microbial Biosciences an der University of Sydney wird wahrscheinlich gravierende Auswirkungen auf die moderne Medizin haben und zahlreiche, bislang eingesetzte antibiotische und antiseptische Produkte durch Produkte auf Grundlage des Manuka-Honigs ersetzten.
Ihre Analyseergebnisse hat die Forscherin gemeinsam mit ihrem Team in Fachmagazin “European Journal of Clinical Microbiology and Infectious Diseases” veröffentlicht.
Schon seit Jahrhunderten ist die heilende Wirkung verschiedener Honigsorten in unterschiedlichen Kulturen bekannt, wird jedoch erst seit relativ kurzer Zeit auch von der naturwissenschaftlichen Schulmedizin ernst genommen und untersucht.
Bei dem im Manuka-Honig antibakteriell, antibiotisch und antiseptisch wirkenden Stoff handelt es sich um Methylglyoxa, der bereits im Nektar der Blüten des Manukastrauchs (Leptospermum scoparium), einem Verwandten des australischen Teebaums, entsteht, bevor er von den Bienen aufgenommen und auch in den Honig übertragen wird. Schon in Untersuchungen des Instituts für Lebensmittelchemie der Technischen Universität Dresden konnte 2008 die hohe Konzentration des Stoffwechselproduktes Methylglyoxal in bestimmten Manuka-Honigen aus Neuseeland identifiziert und dessen dominierender antibakterieller Einfluss quantitativ nachgewiesen werden.
Quelle: grenzwissenschaft-aktuell.de LINK